Alles Erdbeere oder was?

Erdbeerblüten

Sein eigenes Gemüse ernten - wie toll! Doch was so verlockend klingt, hat mir in den letzten Jahren eher Frust bereitet. Für mich geht die Rechnung Aufwand und Ertrag einfach nicht auf, so dass mir die Lust am selber anbauen mittlerweile etwas vergangen ist.

Zwei leere Hochbeete, was tun?

Für die beiden extra angeschafften Hochbeete musste also ein neuer Verwendungszweck her. So habe ich mir überlegt, einfach nur Erdbeeren darin anzupflanzen. Erdbeeren. Sonst nichts. Sie sind super lecker, verleiden mir niemals und man kann richtig viel damit machen. Und dazu beglücken Sie einen auch im nächsten Jahr wieder.

Gesagt, getan: Erdbeeren in Hülle und Fülle

Die Hochbeete sind nun wieder mit frischer Erde aufgefüllt, mit ganz vielen Erdbeerpflänzlein bestückt und mit Holzwolle ausgestattet. Nebst den Erdbeeren hat es dann doch eine kleine Ausnahme gegeben: Eine Asterix-Beere (stachelige Erdbeer-Himbeere) hat ebenfalls den Weg ins Hochbeet gefunden.

Erdbeerpflanzen im Hochbeet
Junge Erdbeerpflanze mit Blüten

Erdbeere - geheimnisvolle Pflanze

Bei der Recherche über Erdbeeren bin ich auf viel Interessantes gestossen. Einiges hat mich wirklich überrascht, z.B. dass Erdbeeren gar keine richtigen Beeren sind. Aber der Reihe nach...

Rote Vitaminbomben

Würden die Erdbeeren aus exotischen und weit entfernten Ländern eingeflogen, würde man sie wohl als Superfood bezeichnen. Aber egal wie man es nennt, sind sie einfach super gesund. Erdbeeren enthalten z.B. mehr Vitamin C als Zitronen oder Orangen. Je dunkler die Erdbeere, desto höher der Gehalt an Vitamin C.

Diese gesunden Stoffe liefert die Erdbeere:

  • Vitamin C
  • Vitamin A
  • Vitamin E
  • Vitamin K
  • Folsäure
  • Jod
  • Magnesium
  • Eisen
  • Phosphor


Ausserdem stecken in der roten Beere sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Polyphenole. Diese sollen entzündungshemmend wirken. Zwei Dinge allerdings kommen in Erdbeeren nur in ganz kleinen Mengen vor: Fett und Kalorien. Lecker, gesund, kalorienarm...das ist doch eine win-win-win-Situation.

Das österreichische Gesundheitsportal hat die genauen Angaben zu den Inhaltsstoffen von Erdbeeren: www.gesundheit.gv.at

 

Die Beere, die gar keine ist

Aus botanischer Sicht ist der Name der Erdbeere glatt gelogen. Denn sie zählt nicht zu den Beeren, sondern zu den Sammelnussfrüchten. Die kleinen gelben Punkte sind tatsächlich Nüsse, die Erdbeere ist nur eine Scheinfrucht. Daher kommt es auch, dass Menschen, die auf Nüsse allergisch sind, oft auch keine Erdbeeren vertragen. Wer hätte das gedacht?

 

Garten- und Monatserdbeeren

Bei den Gartenerdbeeren gibt es grundsätzlich zwei Kategorien: einmaltragende und immertragende. Bei einmaltragenden Sorten dauert die Ernte von Mai bis ca. Juni/Juli. Optimale Pflanzzeit ist von Mitte Juli bis Ende August. Immertragende Sorten können im Frühling gepflanzt werden und die Ernte dauert von Juni bis Oktober.

Daneben gibt es auch noch die Monatserdbeeren. Auch diese fruchten den ganzen Sommer über bis in den Herbst. Sie stammen jedoch von der Walderdbeere ab und liefern entsprechend kleinere, aber besonders geschmackvolle Beeren (oder eben Sammelnussfrüchte).


In meine Hochbeete habe ich immertragende Erdbeeren und eine Monatserdbeere gepflanzt. Ich bin schon wahnsinnig gespannt, wie sie sich entwickeln werden und ob es reichen wird, um eigene Erdbeerconfiture daraus zu kochen. Wenn es soweit ist, werde ich hier auf jeden Fall wieder darüber berichten.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0